Seit der Schulgründung vor über 40 Jahren richten wir unseren Blick auf Kinder, die individuelle Zuwendung auf ihrem Lernweg benötigen. Gelernt wurde in Kleinen und Großen Klassen, einem System, dass sich über viele Jahre bewährt hatte. Dieses pädagogische Konzept wurde ständig weiterentwickelt. Für das kommende Schuljahr 26/27 steht ein neuer Schritt in der Inklusion an. Wir werden mit zwei Klassen mit ca. 25 Schüler*innen starten. Für Inklusionskinder gibt es durch das geplante Teamteaching kompetente Bezugspersonen. Gleichzeitig sollen flexible Lerngruppen ein Lernen nach individuellen Stärken, Interessen und Bedürfnissen ermöglichen.
Wir blicken voller Zuversicht und Vorfreude auf das kommende Schuljahr. Noch ist vieles in Planung, aber wir sind guten Mutes.
Übrigens: Es sind Plätze für das Schuljahr 2026/27 frei! Interessierte sind herzlich eingeladen zum Infoabend am 27. Januar um 19:00 Uhr. Die Anmeldung ist online über unsere Homepage oder Instagram möglich.
Aus dem Protokoll der letzten SGK Dez 25
Das neue Schulmodell
Till Ungefug berichtet über die lange Entwicklungsphase mit der finalen, einstimmigen Entscheidung des gesamten Kollegiums zum neuen Schuljahr 26/27 ein neues Unterrichtsmodell einzuführen. Seit nunmehr 13 Jahren wurde kontinuierlich daran gearbeitet, das inklusive Zusammenwachsen der jeweiligen Groß- und Kleinklassen eines Jahrgangs zu fördern. So wurde beispielsweise eine räumliche Nähe beider Klassen geschaffen, der Unterricht in bestimmten Epochen zusammengelegt, etc. Neue und junge Kollegen brachten zahlreiche Ideen und Impulse. Jedoch ist die Umsetzung neuer Ansätze häufig nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die Zusammenlegung der Klassen in einigen Unterrichtsabschnitten führt zu einer großen Lerngruppe mit zum Teil 50 Kindern und zusätzlich anwesenden Schulbegleitern,Heilpädagogen und Lehrkräften. Dieses ist für einzelne Kinder eine extrem schwierige Lernsituation.
Bei der Entwicklung des neuen Schulmodells musste dementsprechend der zentralen Frage des Konzeptes Rechnung getragen werden, wie alle Schüler gut miteinander lernen können. Die Ziele eines starken inklusiven Zusammenwirkens aller Kinder über die Unterstufenzeit hinaus, aber auch die Berücksichtigung notwendiger Schutzräume für Schüler mit besonderem Bedarf sind nicht leicht zu verbinden.
Neu ab Schuljahr 26/27 Einführung im 1. Schuljahrgang:
- 2 Klassenmit jeweils 25 Schülern
- davon jeweils 4 Kinder mit Förderbedarf
- jeweils einKlassenlehrerduo im Teamteaching
- Fachunterricht wird ebenfalls mit 2 Lehrkräften durchgeführt, dennoch kleine Gruppen möglich
- davon mindestens eine Lehrkraft mit sonderpädagogischer Ausbildung
- alle Lehrkräfte der Schule legen kontinuierlich den Fokus auf Fortbildungen im Bereich Förderbedarf
- beide Klassen lernen unabhängig voneinander, keine Durchmischung geplant
- Konzept bereits an anderen Waldorfschulen erprobt
- Es wird möglichst versucht, das Lehrerteam aus einer erfahrenen Person und einer jungen Lehrkraft zusammenzusetzen.
- DieVeränderungen gelten nur für neue Jahrgänge. Keine Änderung für Schüler, die bereits die Schule besuchen.
- Das Konzept wird mit den Erfahrungen kontinuierlich bewertet und weiterentwickelt.
Herausforderungen und Lösungen
- Raumsituation:für die nächsten 7 Jahre ist die räumliche Realisierung gesichert; bis Klasse 9 sind leichte Umbauten notwendig, danach voraussichtlich ein Neubau erforderlich, der jedoch eh notwendig wäre
- Höherer Personalbedarf:insbesondere für junge Lehrkräfte ist das Modell,in kleineren Klassen und im Lehrerteam zu arbeiten, besonders attraktiv.
- Bewertung des Förderbedarfs: Über die Aufnahme von Schülern mit Förderbedarf entscheidet nach wie vor ein Gremium unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten. Da das zukünftige Modell ohne Kleinklassenstruktur bestimmte Bedürfnisse nicht mehr erfüllt, kann ggfls. bestimmten Kindern kein Schulplatz mehr angeboten werden. Im Gegensatz dazu erhalten andere Kinder eine Chance, auf der Schule inklusiv zu lernen, die vorher nicht berücksichtigt werden konnten.
Chancen
- Durchdiegrößere Personaldecke und das Lehrerteam ist das Risiko für Unterrichtsausfall deutlich geringer.
Nach der Vorstellung des neuen Konzeptes wurden die Vor- und Nachteile in der Elternschaft kommentiert und diskutiert.

